Probeseite Leseverstehen (LV 3)

Gezielte Programme zur Reduzierung von Kohlendioxid notwendig

Die Beiträge, die jeder zu Hause, in der Schule oder am Arbeitsplatz zur Entlastung der Umwelt leisten kann, sind beachtlich. Das ergab eine im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführte Studie. Forscher untersuchten die Bereiche Gewerbe, Handel, Dienstleistung und private Haushalte auf Möglichkeiten zur Verminderung der Kohlendioxid-Emission durch energiesparendes Verhalten.

Um insgesamt 23 Millionen Tonnen ließen sich in Deutschland die C02-Emissionen allein in Gewerbe, Handel und Dienstleistung senken; das sind etwa 16 Prozent des Gesamtausstoßes in diesem Bereich. Bereits heute lässt sich der Stromverbrauch dort beträchtlich reduzieren, indem z.B. die Geräte nur dann angeschaltet werden, wenn sie tatsächlich genutzt werden, und wenn die Beleuchtung nicht automatisch eingestellt ist, sondern nur verwendet wird, wenn sie notwendig ist. Die durch solche Maßnahmen mögliche Einsparung entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch der Stadt Berlin.

Einen noch höheren Stellenwert räumen die Forscher den Verhaltensmaßnahmen in Haushalten ein. Hier könnten ca. 61 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger produziert werden. Das ist ein Drittel der gesamten C02-Emissionen der deutschen Haushalte. Besonders effizient sind Maßnahmen, die den Energieverbrauch für Raumwärme reduzieren. Einige einfache Regeln sollte deshalb jeder zu Hause beachten. Z.B. sollte darauf geachtet werden, dass die Heizkörper nicht mit Möbeln zugestellt sind. Die Fenster sollten nicht geöffnet werden, wenn die Heizung läuft. Und man sollte auch auf angemessene Raumtemperaturen achten. Dadurch kann man einen beachtlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ein durchschnittlicher Haushalt spart dadurch zugleich bis zu 300 € jährlich.

Haushaltsbefragungen zeigen jedoch, dass zur Zeit nur ein geringer Einsparungseffekt möglich ist. Gewohnheiten, Unkenntnis und fehlende Motivation verhindern, dass die Möglichkeiten zur Reduzierung der C02-Emissionen vollständig genutzt werden können. Für 2005 kann daher nur mit einer Reduktion von 8 Millionen Tonnen Kohlendioxid gerechnet werden, für 2020 mit 19 Millionen Tonnen. Entscheidend ist daher, dass in Zukunft jeder Einzelne angesprochen und für Energieeinsparungen gewonnen wird.

Nach: 30 Prozent Kohlendioxid vermeidbar. Studie: Im klimagerechten Verhalten steckt ein großes Einsparungspotenzial. Gemeinsame Presseinformation des Fraunhofer Instituts für Systemstechnik und Innovationsforschung (ISI) Karlsruhe und des Öko-Instituts Darmstadt.

 Markieren Sie die richtige Antwort JaNeinText
sagt
dazu
nichts
(01)Der Einzelne kann nur wenig für die Umwelt tun. X   
(02)Wissenschaftler erforschten, wo man weniger Energie verbrauchen kann, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. X   
21Es ist jetzt schon möglich, den Energiebedarf in vielen Bereichen des Arbeitslebens deutlich zu vermindern.   
22Der Energiebedarf der Stadt Berlin ist im letzten Jahr stark zurückgegangen.   
23Im privaten Bereich kann der Ausstoß von Kohlendioxid besonders effektiv gesenkt werden.   
24Durch die Reduzierung des CO2-Ausstoßes im privaten Bereich entstehen zusätzliche Kosten.   
25Aus unterschiedlichen Gründen kann man den Kohlendioxid-Ausstoß nur langsam senken.   

Lösungen zeigen
21 ja
22 Text sagt dazu nichts
23 ja
24 nein
25 ja

Falls Sie Fragen haben,
antworten wir Ihnen gerne:

Senden